therapie

Die Therapie einer ungewollten Kinderlosigkeit richtet sich nach den individuellen Ursachen und den Wünschen des Paares.

Bei kïz) kinderwunsch im zentrumbieten wir die seit Jahren etablierten Routinetechniken an. Des Weiteren profitieren Sie von der Möglichkeit der Durchführung neuer und innovativer Behandlungsformen. Die Erfahrungen unseres Kinderwunsch-Teams sowie die enge Verknüpfung mit unseren Kooperationspartnern ermöglichen es uns, Ihnen diese Behandlungen anzubieten.

Zu den etablierten Routinetechniken gehören:

Hormonelle Stimulation

Wenn die Eizellreifung ungenügend ist, kann diese mit Hormonen in Tabletten- oder Spritzenform unterstützt werden. Die Hormonbehandlung der Frau beginnt meist am dritten bis fünften Tag der Monatsblutung. Ab dem 10. Zyklustag kontrollieren wir die Eizellreifung mittels Ultraschall und Blutuntersuchungen. Die Dosis des Hormons wird entsprechend angepasst. Ist der Follikel gross genug, wird der Eisprung ausgelöst.

Insemination

Die Insemination wird häufig dann durchgeführt, wenn die Anzahl und Beweglichkeit der Samenzellen eingeschränkt ist oder diese verformt sind. Das Ejakulat wird zum Zeitpunkt des Eisprungs aufkonzentriert und gezielt in die Gebärmutterhöhle injiziert. Dies ist eine einfache und schmerzlose Behandlung. Die Chancen auf eine Schwangerschaft liegen pro Insemination bei ca. 10%.

IVF-In vitro Fertilisation

Liegt eine Funktionsstörung der Eileiter vor, so bietet sich die Durchführung einer IVF an. Bei der IVF entnehmen wir der Frau nach vorheriger Stimulation Eizellen, die wir im Labor mit dem Samen des Mannes zusammenführen. Die Eizellen werden dann ohne weitere Unterstützung selbst von den Spermien befruchtet.

Üblicherweise übertragen (transferieren) wir dann zwei dieser Embryonen in die Gebärmutter. Die Behandlung dauert ca. 4 Wochen. Die Chance für eine Schwangerschaft ist stark vom Alter der Patientin abhängig.

ICSI-Intrazytoplasmatische Spermieninjektion

Bei einer schweren Störung der Samenqualität oder auch wenn keine Ursache für den unerfüllten Kinderwunsch gefunden werden kann, bietet sich die Durchführung der ICSI an.

Die Behandlung läuft mit Ausnahme des Befruchtungsvorganges im Labor genau gleich ab wie bei der IVF. Im Labor werden die Eizellen durch die Injektion von je einem Spermium künstlich befruchtet.

Auch bei der ICSI transferieren wir dann üblicherweise zwei dieser Embryonen in die Gebärmutter. Die Behandlung dauert wie bei der IVF ca. 4 Wochen. Die Chance für eine Schwangerschaft ist nicht nur vom Alter der Patientin sondern auch von der Samenqualität abhängig.

Blastozystenkultur

Einfrieren von befruchteten Eizellen (Kryokonservierung)

Pro Behandlungszyklus dürfen in Deutschland maximal 3 Embryonen in die Gebärmutter übertragen werden, um das Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft zu begrenzen. Entsprechend werden üblicherweise die überzähligen befruchteten Eizellen im sogenannten Vorkernstadium kryokonserviert. Die befruchteten Eizellen können zu einem späteren Zeitpunkt aufgetaut und in die Gebärmutter übertragen werden.

Die Chance für eine Schwangerschaft ist bei einem Kryotransfer jedoch etwas geringer als bei einem Frischtransfer, da ein kleiner Teil der befruchteten Eizellen den Auftauvorgang nicht überlebt oder das Entwicklungspotential der Spermien durch die Kryokonservierung etwas eingeschränkt wird.

Hodenbiopsie (TESE)

Finden sich keine Spermien im Ejakulat, so kann eine Hodenbiopsie durchgeführt werden, um aus dem Hodengewebe Spermien zu isolieren. Durch dieses Verfahren können in bis zu 75 % der Fälle Spermien gefunden werden. Die TESE wird mit der ICSI kombiniert.

Die Entnahme des Hodengewebes ist ein kleiner chirurgischer Eingriff. Das Gewebe wird in vielen Portionen kryokonserviert und kann bei Bedarf aufgetaut werden.

Die Entnahme des Gewebes ist meistens nur einmal notwendig.

Neben den genannten Routinetechniken bieten wir folgende neue, innovative Behandlungsformen an:

Künstliche Befruchtungen ohne oder fast ohne Hormonstimulation (NC-IVF)

IVF naturelle
Eine künstliche Befruchtung ohne oder mit einer sehr geringen Hormonstimulation bietet sich besonders bei Frauen bis zu einem Alter von max. 42 Jahren an. Die Eibläschen reifen weitgehend ohne Hormonstimulation heran und können ohne Schmerzmittel in wenigen Minuten entnommen werden. Nach der Entnahme kann die Patientin ohne Pause wieder Ihrer Arbeit nachgehen. Diese Technik wird schwerpunktmässig nur an wenigen europäischen Zentren durchgeführt. Der Vorteil ist, dass zum einen der Aufwand für die Patienten gering ist und zum anderen auch die Kosten nicht nur pro Behandlungszyklus, sondern im Durchschnitt auch pro erzielter Schwangerschaft unter dem einer klassischen IVF liegen.

Auswahl der besten Eizellen

Vitrifikation

Die Vitrifikation ist eine Technik, bei der Eizellen oder Embryonen extrem schnell mit Hilfe von flüssigem Stickstoff eingefroren werden. Dieses Verfahren ermöglicht uns, auch unbefruchtete Eizellen und Embryonen erfolgreich einzufrieren.

Verbesserung der Einnistung der Embryonen (Implantationsbehandlung)

Der einzige Schritt bei der künstlichen Befruchtung, der künstlich nicht kontrolliert werden kann, ist die Einnistung der Embryonen in die Gebärmutterschleimhaut. Aufgrund dessen haben wir uns der Funktion der Gebärmutterschleimhaut in den letzten 15 Jahren wissenschaftlich gewidmet und Verfahren unter Verwendung der Samenflüssigkeit des Partners entwickelt, die die Funktion der Gebärmutterschleimhaut verbessern können.

Bei der Durchführung all dieser genannten Verfahren kommen dem Paar unsere besondere Erfahrung und all die Techniken zu Gute, die für die Konservierung der Fruchtbarkeit bei Krebserkrankungen entwickelt wurden. Weiterführende ausführliche Informationen finden Sie auf der Website des Netzwerks FertiPROTEKT. Informationen hierzu finden Sie auch im Kapitel Fertilitätsprotektion auf dieser Website.

Als besonderen Service bieten wir nach individueller Absprache auch Termine außerhalb der regulären Sprechstunden für Verlaufskontrollen an, um auch z.B. berufstätigen Frauen die Behandlung zu erleichtern.

Des Weiteren sind wir auch auf die Diagnostik und Behandlung von Fehlgeburten spezialisiert, so dass diese Erfahrungen auch in Ihre Behandlung einfließen können.

Auch steht bei Bedarf eine psychologische und psychotherapeutische Betreuung zur Verfügung, falls eine Unterstützung bei der Belastung durch den unerfüllten Kinderwunsches erforderlich ist.